Am 14. Juli machten sich die beiden Grundkurse Sozialwissenschaften sowie der Leistungskurs der Jahrgangsstufe Q1 erneut auf den Weg nach Brüssel, um die traditionelle Exkursion in die europäische Hauptstadt anzutreten. Bei strahlendem Hochsommerwetter erwartete die Schüler:innen ein ebenso informatives wie abwechslungsreiches Programm rund um europäische Politik und Geschichte.
Den Auftakt bildete erneut der Besuch des Hauses der Europäischen Geschichte. Besonders begeistert zeigten sich die Schüler:innen von der Konzeption des Museums, das die Geschichte Europas auf unterschiedlichen Zeitebenen über mehrere Stockwerke hinweg erzählt und so einen anschaulichen roten Faden durch die europäische Vergangenheit zieht. Großen Anklang fand zudem die aktuelle Sonderausstellung „Postkolonial?“, die noch bis März 2027 zu sehen ist und sich mit den langanhaltenden Auswirkungen der Kolonisierung sowie deren Aufarbeitung in Europa der letzten 70 Jahre auseinandersetzt. Die eindrücklichen Exponate und Perspektiven regten viele Diskussionen unter den Jugendlichen an.
Im weiteren Verlauf trennten sich die Wege der Kurse: Die Grundkurse besuchten das Europäische Parlament und konnten dieses Mal den Plenarsaal besichtigen. Im Anschluss ergab sich ein reger Austausch mit einem Referenten, der den Schüler:innen Rede und Antwort zu Aufbau, Funktionsweise und aktuellen Herausforderungen der europäischen Gesetzgebung stand.
Der Leistungskurs hingegen nahm erneut am Rollenspiel im Parlamentarium teil, das in diesem Jahr mit zwei neuen, hochaktuellen Problemstellungen aufwartete. Aufgeteilt in vier Fraktionen, mussten die Schüler:innen im Rahmen eines simulierten Gesetzgebungsverfahrens zwei Richtlinien zur Meinungsfreiheit im digitalen Raum sowie eine Abgabe auf ungesunde und nicht nachhaltige Lebensmittel verhandeln. Die komplexen Aushandlungsprozesse zwischen den Fraktionen vermittelten den Jugendlichen einen lebendigen Eindruck davon, wie kontrovers und kompromissreich europäische Gesetzgebung in der Praxis ablaufen kann.

Den Abschluss des Tages bildete wieder die Erkundung Brüssels in Kleingruppen. Bei bestem Wetter nutzten die Schüler:innen die Gelegenheit, die Innenstadt auf eigene Faust zu entdecken und dabei auch kulinarisch in die belgische Kultur einzutauchen – mit Waffeln, Pommes und weiteren lokalen Spezialitäten kam auch der Genuss nicht zu kurz.
Die diesjährige Exkursion nach Brüssel bot den Schüler:innen damit erneut die Möglichkeit, europäische Politik und Geschichte hautnah zu erleben und dabei ihr Verständnis für die Institutionen und aktuellen Debatten der Europäischen Union auf spielerische wie auch inhaltlich fundierte Weise zu vertiefen.
[ESM,KER,NAG]






