Während die hiesige Reanimationsquote bei 51,3% liegt, gehören Dänemark, Norwegen und Schweden mit 70 bis 80% zu den Vorreitern in der Laienreanimation. Bereits in der Schule lernen die Kinder in diesen Ländern die Grundlagen der Wiederbelebung, was zu einer hohen Bereitschaft führt, im Notfall einzugreifen.
Mit der verpflichtenden Einführung des Reanimationsunterrichts für die Jahrgangsstufen 7-9 ab dem Schuljahr 2026/27 an allen allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen wird die Ausbildung in Laienreanimation somit zu einem festen Bestandteil der Ausbildung in den Schulen.Bei der Auftaktveranstaltung in Mülheim/ Ruhr ließen sich Anfang Februar über 100 Lehrkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen in Laienreanimation fortbilden, auch das MCG war vor Ort.
Die Initiative zur Förderung der Laienreanimation wurde von Schulministerin Dorothee Feller in Zusammenarbeit mit Stiftungen, Ärztekammern, Hilfsorganisationen und medizinischen Fachgesellschaften ins Leben gerufen. Ziel ist es, alle weiterführenden Schulen in NRW – insgesamt rund 2.100 – mit jeweils zehn Reanimationsphantomen auszustatten. Schließlich zähle bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand jede Sekunde – und die richtigen Griffe von Ersthelferinnen und Ersthelfern könnten Leben retten, so Feller.
Das MCG geht mit gutem Beispiel voran: Bereits im laufenden Schuljahr 2025/26 sollen alle Schüler:innen der Jahrgangsstufe 9 durch Notfallmediziner des Neusser Lukaskrankenhauses in Wiederbelebung geschult werden.
[DÖT]



