„Die Meere sind der Lebensraum der Zukunft. Sie bedecken 71% der Erdoberfläche und 50% des Sauerstoffs, den wir einatmen, stammt von Meeresplankton.“ – Frank Schweikert, Journalist und Biologe, Gründer der Deutschen Meeresstiftung und inspirierender diesjähriger Keynote Speaker
Bei der MUN des Lower Rhine Network auf Schloss Neersen, an der wir mittlerweile seit zehn Jahren teilnehmen, drehten sich dieses Jahr alle Debatten um unsere Ozeane und Meere. Wie bei einer echten Konferenz der Vereinten Nationen wurde das Thema in den verschiedenen Komitees unterschiedlich in den Fokus genommen. Im Security Council, in dem Nick und Melissa aus der Q2 mit Frankreich und den USA zwei Vetomächte repräsentierten, ging es um die Sicherheit von Handelsstraßen, insbesondere des Suez Kanals und des Schwarzen Meeres, unter dem Eindruck internationaler Konflikte. Das Environment Committee beschäftigte sich mit zahlreichen Aspekten rund um Überfischung und Meeresverschmutzung. Im Economic Committee wurde der Frage nachgegangen, wer eigentlich unter welchen Bedingungen das Recht hat, Öl, Gas oder etwa Manganknollen aus dem Meeresboden zu fördern. Und das Social Humanitarian Committee bemühte sich, Lösungen für UN-unterstützte Rettungsaktionen für Flüchtlinge auf den Meeren zu erarbeiten. Insgesamt sieben unserer Schülerinnen und Schüler von Klasse 10 bis Q2 nahmen an den engagierten Debatten auf Englisch teil, suchten nach Lösungen für die komplexen Probleme, jeweils aus der Sicht des Landes heraus, das sie vertraten. Auch zwei ehemalige Schülerinnen, besonders erfahren durch eine frühere Konferenz des Lower Rhine Networks und der NHSMUN in New York 2023, waren als Vorsitzende des Environment Committee dabei, welches Panagiota und Svenja souverän leiteten. Die Simulationskonferenz im stimmungsvollen Ambiente von Schloss Neersen war wie immer ein eindrucksvolles Erlebnis, wie die folgenden Erfahrungsberichte zeigen.
“Es war eine interessante Lernerfahrung, die ich gerne gemacht habe. Es war großartig neue Menschen in meinem Alter kennenzulernen, die auch daran interessiert waren, Lösungen für aktuelle Probleme zu finden, die unsere Zukunft beeinflussen.” (Isabelle, EF)
“Mir hat es gefallen, weil es interessant war, sich mit wichtigen Themen zu befassen.” (Wesley, EF)
“Ich persönlich fand die Konferenz unterhaltsam und auch sehr informativ, da wir uns in ein neues Thema bzw. Land hineinversetzen mussten. Mir hat es auch dieses Jahr Spaß gemacht, auch da man Leute trifft, die man aus dem letzten Jahr kennt. Ich finde, dass MUN eine gute Erfahrung ist für diejenigen, die Spaß am Debattieren haben.” (Melissa, Q2)
Besonders hervorzuheben sind die Honourable Mention von Maximilian, 10a, für besonders engagierte Mitarbeit im Environment Committee und natürlich der Best Newcomer Award für Orman, EF, im Economic Committee. Unser Schulleiter, Herr Holl wies bei der Urkundenübergabe auf die Bedeutung der UN und der Beschäftigung mit dem “Weltparlament” hin: “Die UNO wurde 1948 gegründet unter dem Eindruck der schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte des II. Weltkriegs. Vor allem das Konzept der Unantastbarkeit der Menschenwürde als eines fundamentalen Menschenrechts ist bis heute das Herzstück der Menschenrechtscharta. Die Formulierung des Konzepts der Menschenwürde geht zurück bis in die Aufklärung, wo es bereits von Immanuel Kant formuliert wurde als Folge der Freiheit des Menschen, sich und sein Handeln selbst zu bestimmen: Autonomie ist der Grund der Menschenwürde. Diese zu beschützen bleibt eine wahrscheinlich nie endende Aufgabe.”
Jede(r), der/die jemals an einer MUN Konferenz teilgenommen hat, dürfte verstehen, was mit dieser Aufgabe gemeint ist.
[GUN]