Unsere Schule hat im Oktober 2025 das Label „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten. Auch in unseren Schulbüchereien finden sich etliche Werke gegen Rassismus und gegen jede Art von Diskriminierung. Hier ein paar Beispiele unserer Neuerwerbungen:
In „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ erzählen Semiya und Gamze von den Morden an ihren Vätern durch den NSU, den „Nationalsozialistischen Untergrund“. Semiya ist erst 14 Jahre alt, Gamze 20, als sie nicht nur den gewaltsamen Tod ihrer Väter verkraften müssen, sondern auch die Vorverurteilung durch die Polizei und das Desinteresse der Öffentlichkeit. Mitten in Deutschland. Im Jahr 2000.

Auch die Geschichte lehrt uns etwas über Rechtsextremismus: Im vergangenen Jahr wäre der bedeutende Autor und Nobelpreisträger Thomas Mann 150 Jahre alt geworden. Nach seiner Flucht vor den Nazis sendete er für die deutschen Bürgerinnen und Bürger BBC-Radioansprachen aus den USA, um gegen Hitler Stellung zu beziehen und an die Moral der Deutschen zu appellieren. Die Verlage KATAPULT und Correctiv bieten uns Material zu den Themen „Wie Kriege enden“ oder „Was sagt die Wissenschaft?“ zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und berichten von der Indoktrination syrischer Schulkinder unter dem Islamischen Staat und dem Assad-Regime.Ähnlich zeigt die Graphic Novel „Ingrid und Paul“ anhand der beiden Geschwister, was die Naziideologie mit jungen Menschen macht, wie grausam das Regime zuschlägt und dass man die Schuld ein Leben lang mit sich trägt. Was hätten wir getan?

Der Autor Tahsim Durgun schildert in seinem autobiografischen Werk „Mama, bitte lern Deutsch“ den Eingliederungsversuch in eine geschlossene Gesellschaft. Dabei zeigt er die Schule als Ort von Chancen und Benachteiligung.

Burak Yilmaz, Gast beim Denkatelier der Fachschaft Sozialwissenschaften im Juni 2025, beschreibt seinen Kampf gegen Judenhass. Dabei erzählt er unter anderem von Fahrten nach Auschwitz, die er für junge Muslime organisiert, um sie mit dem Holocaust und den Folgen von Antisemitismus und Rassismus zu konfrontieren.Die Bücher zeigen: Es ist viel zu tun für eine tolerante, weltoffene Gesellschaft. Unsere Schulgemeinschaft hat sich demokratisch dazu verpflichtet, ihren Teil beizutragen.
[Frau Borgmeier]





