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Nordstadtkonzert Nr. 12

Von diesem Gegensatz lebte der Konzertabend in der Aula am Abend des 13. Juni. Bereits in ihrer Begrüßungsansprache hob Schulleiterin Emmy Tressel hervor, Nordstadtkonzerte seien immer „anders“, nicht Mozart sei das Thema, sondern „Deconstructing Mozart“ sollte geschehen. Nicht (nur) Profis bieten ihre Kunst dar, sondern Profis kooperieren mit Schülerinnen und Schülern. Klassik trifft auf Moderne.
Als klassische Klammer des Abends fungierte die Darbietung von Mozarts Sinfonie Nr. 29 in A-Dur durch die Streicher des Neusser Kammerorchesters unter der Leitung von Joachim Neugart, verstärkt durch zwei Oboen und zwei Hörner. Die vier Sätze dieser wunderbaren Komposition, die Mozart mit 18 Jahren, also im Alter unserer Abiturienten, komponierte, wurden jeweils unterbrochen durch verschiedenste kreative Bearbeitungen durch MCG-Schüler aus den Jahrgangsstufen 6 und EF.


Nachdem zunächst der Hit „Thunder“ von den Imagine Dragons als „Mozart Thunder“ von der Klasse 6b umgedichtet gesungen worden war, folgten weitere Darstellungen von Aspekten zu Mozart und seinem Leben: Unter der Anleitung von Musiker und Komponist Manfred Heinen wurden Briefe an Mozart verlesen und mit Hilfe einer Zeitmaschine Antworten „aus der Vergangenheit“ erhalten, verschiedene Formen von Remixes, bei denen „Rock me Amadeus“ live verfremdet wurde oder Notenschrift – erneut zu „Thunder“ – wie unter dem Kaleidoskop erschien, gezeigt. Die Rockband „Error Prone“ unter der Leitung von Heiko Feldmann spielte „Purple Haze“ von Jimi Hendrix, einem Künstler mit vermutlich einem annähernd ähnlichen Lifestyle wie Mozart. Der von Musiklehrer Mario Stein geleitete Schulchor „The CHORicals“ trat mehrfach auf und begeisterte insbesondere durch die mitreißende Darbietung von „Applaus, Applaus“, wobei diese Aufforderung natürlich nicht nötig gewesen wäre. Nicht unerwähnt bleiben darf die Tatsache, dass die Klassikseite mehr als eindrucksvoll Verstärkung von Fünftklässlerin Maja Mandla bekam, die am Flügel den dritten Satz aus Mozarts Klaviersonate Nr. 11 spielte, allgemein bekannt als „Türkischer Marsch“, und verdienterweise sehr großen Beifall erhielt.

Auch die Beteiligung des Faches Kunst ist hervorzuheben. Nachdem die Konzertbesucher schon beim Betreten des Gebäudes von vielen kreativen Mozartporträts der Klasse 6d begrüßt wurden – eine mehr als schöne Einstimmung – entstand während des Konzerts auch ein bewegtes Mozart-Puzzle auf der Bühne als Visualisierung des Live-Remix zu „Rock me Amadeus“. Auch dieses hatte die 6d unter Anleitung von Elisabeth Frauenlob-Eimers geschaffen. Vielseitiger ist selten ein Nordstadtkonzert gewesen.
[GUN]

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